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1000 Kummer Schiess Architekten Studio
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2404 Neuhausen am Rheinfall Schulanlage
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2101 Affoltern am Albis Schulhaus, Kindergarten
Situation
Quartier und Städtebau
Der Neubau Bildungsgebäude Breiten vereint die Kindergärten, Primarschulklassen und den Hort in einem Gebäude. Er liegt eingebettet im Wohnquartier und übernimmt die quartiersüblichen Gebäudehöhen. Durch seine Lage und kompakte Form zoniert der Neubau das Areal. Nördlich liegt die Parkierung mit 9 Parkplätzen, der Entsorgung und den Veloparkplätzen der Mitarbeiterinnen. Durch die separierte Zufahrt wird eine hohe Sicherheit für die Kindergärtnerinnen und Schülerinnen gewährleistet. Südlich liegt der Frei- und Aussenraum für die Schulnutzungen, welcher Ankunft- und Orientierungsraum ist und mit unterschiedlichen Spielflächen und Infrastrukturen gestaltet ist. Durch die südliche Ausrichtung der Aussenräume wird eine hohe Qualität durch gute Besonnung gewährleistet. Der Aussenraum wird am Gebäude in Form einer Veranda mit Haupterschliessung in die Vertikale aufgenommen. Der Aussenraum mit der Veranda wird zur Adresse des Neubaus.
Umgebung
Der Hauptzugang für die Kinder erfolgt von der Breitenstrasse über einen Plattenweg, der durch den Pausen- und Spielbereich der Schule führt. Im Aussenraum bieten sich differenzierte Spielräume für die Kinder, wie den Kletterturm und Rutsche, den Kiesplatz mit dem Sandspiel, einem staudenbewachsenen Naschgarten oder die grosszügige Spielwiese an. Durch einen Baumfilter wird der Spielbereich von der Breitestrasse abgetrennt. Die Oberflächen sind im Sinn der Schwammstadt generell offen ausgeführt.
Veranda mit Aussenraum
Veranda
Verandakonstruktion
Aussenansicht mit Veranda
Organisation
Die Kindergärten, Primarschulklassen und Horträume sind als Einzelklasseneinheiten organisiert. In den Untergeschossen liegen die Technikräume und Lager. Im Erdgeschoss und 1. Obergeschoss liegen vier typengleiche Einheiten mit Aussenbereich auf der Veranda als Zugang, Garderobe, Hauptraum, Gruppenraum und Nasszellen. Sie werden durch gemeinsam genutzte Bewegungsräume und Malateliers ergänzt. Im nördlichen Bereich liegen Sitzungszimmer, Lehrerzimmer und Spezialräume. Im 2. Obergeschoss liegt der Hort mit den Tagesstrukturen und einer Hortküche sowie eine Einzelklasseneinheit. Die Haupterschliessung in der Veranda wird durch ein Fluchttreppenhaus mit Lift in Grundrissmitte ergänzt.
Nachhaltigkeit
Der standardisierte Grundriss mit gängigen Spannweiten, konventionellen Fluchtweglängen und einer durchgehenden Raumhöhe ist nutzungsoffen und systemgetrennt. Das primäre Stützen-Plattentragwerk ist hinsichtlich seines CO2-Abdrucks optimiert. Die Ausfachung mit Holzständerwände erlaubt eine zukünftige Flexibilität und eine Reduktion des CO2-Abdrucks. Der Neubau Bildungsgebäude Breiten ist Minergie-P-Eco zertifiziert. Die Heizung und Brauchwarmwasser ist an die Fernwärme angeschlossen. Die Wärme wird durch die Fussbodenheizung verteilt. Die Frischluft wird im Aussenraum über einen Kamin gefasst. Die Abluft findet über Dach statt. Im Untergeschoss bereiten zwei Monoblocks die Luft auf und leiten sie über den zentralen Steigschacht in die Obergeschosse. Die Klassenzimmer und Gruppenräume werden über Verbundlüfter versorgt. In anderen Räumen erfolgt die Belüftung konventionell über Kanalauslässe. Die Hortküche wird über ein eigenes Gerät auf der Dachfläche mit Luft versorgt. Für den Sommer ist ein Luftkühler installiert, der die Luft bis zu einer Aussentemperatur unter 32° konstant auf 24°C abkühlt. Über die Fussbodenheizung wird mit Kaltwasser von mind. 16°C gekühlt. Die Kälte wird durch eine luftgekühlte Kältemaschine auf dem Dach produziert. Der bauliche sommerliche Wärmeschutz ist nach SIA 180 nachgewiesen. Auf den Geschossen ist im Korridorbereich eine Wasserstelle mit 4 Zapfstellen mit Kalt- und Warmwasser und Brühschutz pro Klasseneinheit installiert. Das Regenwasser wird über eine Retensionsanlage unter der Parkierung versickert.
2. Obergeschoss
1. Obergeschoss
Erdgeschoss
Untergeschoss
Querschnitt
Längsschnitt
Südfassade
Ostfassade
Konstruktionsbeschrieb
Der Neubau ist ein Hybridbau aus einem Primärtragsystem in Beton und einem Sekundärsystem in Holzbau (Gebäudehülle, Veranda und Innenwände). Die Aussenwände des Untergeschosses sind in Stahlbeton (Dicke 25cm) und Gelber Wanne (Dichtigkeitsklasse 1) ausgeführt. Die Decken weisen eine Dicke von 26cm auf. Die Betonstützen (30/30cm) sind vorfabriziert. Die Treppenhaus- und Liftwände steifen das Gebäude aus. Die Veranda vor dem Gebäude ist in Holzbauweise erstellt. Stützen und Balken aus Brettschichtholz tragen eine Rippendecke. Die Treppenläufe wurden aus Stahl gefertigt. Der Fassadenbau ist als Holzelementbau (16cm) ausgeführt und mit einer Weichfaserplatte (10cm) überdämmt. Die Fassade in eingefärbter Fichtenschalung ist vorgehängt und hinterlüftet. Die inneren Oberflächen sind mit einer akustisch absorbierenden Installationsschicht ausgeführt. Die dreifach verglasten Fenster sind in Fichtenprofilen mit äusserer Wetterschutzschicht in Aluminium farblos eloxiert ausgeführt. Die Innenwände sind als vorfabrizierten Holzständerwänden mit Dreischichtplatten beplankt erstellt. Die Inneren Verglasungen und Türen sind als Vollholzprofile Eiche überfurniert mit Fichte ausgeführt. Die Böden in Korridoren, Garderoben und Nassbereichen sind in durchgefärbten Feinsteinzeugplatten ausgeführt. Die Böden im Treppenhaus sind geglättete zementöse Unterlagsböden. In den Unterrichtsräumen ist ein Linoleum (Marmoleum Cocoa Matcha) verlegt. Die Akustikpaneele an den Decken sind weisszementgebundene Holzwollplatten auf einer Unterkonstruktion in gehobelter Fichte.
Materialisierung und Ausstattung
Im Inneren des Neubaus wurden unterhaltsarme, natürliche und schadstofffreie Materialien eingesetzt. Die gewählten Oberflächen erzeugen über ihre Oberflächenwärme, Haptik und Gerüche eine wohlige „Lern-Stuben-Atmosphäre“. Es wurden zurückhaltende, frische Farbtöne gewählt. Bunttöne, die hellen Oberflächen und natürlichen Materialien erzeugen eine einladende, zeitlose Raumatmosphäre. Jeweils zwischen Korridoren und Unterrichtsräumen stehen Garderobenmöbel und Einbauschränke in Kunstharz. Entlang der Fassaden stehen Zeichen- und Arbeitsflächen zur Verfügung. Im 1. Obergeschoss ist eine lange Küche installiert. Zur Flexibilität sind in allen Küchen- und Wasserstellen Tritthocker verbaut. Alle Schreinerarbeiten sind in Kunstharz mit Kanten in Hartholz ausgeführt. Displays und Möblierungen sind systemgetrennt konzipiert. Für Aufhängen von Unterrichtsmaterial sind Haken in den Akustikdecken vorgesehen. Auf die Holzwände kann mit Nadeln Material angebracht werden. Auf die einfach zu reinigenden Schrankoberflächen kann mittels Kleber Papier gehängt werden. Sämtliche Möbel inkl. Screens und Stauraummöbel sind mobil.
Treppe
Klassenraum
Gruppenraum
Garderobe
Multifunktionsraum
Materialkonzept
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Auftraggeber
Stadt Affoltern am Albis
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Programm
Bildungsgebäude mit Kindergärten, Primarschulräumen und Tagesstruktur, Aussenbereiche, Minergie-P-Eco
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Verfahren
Generalplanersubmission mit Projektteil, 1. Rang
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Team
ARGE Kummer Schiess Meili Partner (Generalplaner)
Architektur: Kumm Schiess Architekten GmbH
Mitarbeit: Yihong Deng, Anja Hahn
Bauleitung: Meili Partner GmbH
Bauingenieur: Büro Thomas Boyle + Partner AG
Landschaftsarchitektur: Umland GmbH
HLK-Planer: Raumanzug GmbH
Sanitärplaner: Sabanovic GmbH
Elektroplaner: Gutknecht Elektroplanung AG
Brandschutz: Mühlebach Partner
Fotografien: Roland Bernath -
Bearbeitung
2021-2025
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1803 Ennetbaden Neubau Schulanlage
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1803 Ennetbaden Sanierung Schulanlage
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2403 Steinhausen Schulanlage
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2402 Ittigen Schulanlage
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2401 Salez Turnhalle
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2301 Dietikon Schulanlage
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2004 Zürich-Affoltern Städte-/Wohnungsbau
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2003 Widen Schulanlage
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2002 Zürich, Espenhof Alterswohnen
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2001 Zürich, Flurstrasse Wohnungsbau
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1904 Steinach Turnhalle
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1903 Hitzkirch Mehrgenerationenwohnen
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1902 Seon Kindergarten
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1901 Kloten Schulanlage
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1802 Männedorf Alterswohnen
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1801 Goldach Arealentwicklung und Wohnungsbau
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1706 Utoquai Urbane Infrastrukturen
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1705 Diessenhofen Schulhaus
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1704 Frauenfeld Turnhalle
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1703 Biel Stadtarchiv
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1702 Zürich, Hönggerberg Garderobengebäude
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1701 Genf Urbane Infrastrukturen
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1606 Zürich-Affoltern Städte-/Wohnungsbau
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1605 Baden, Brisgi Städte-/Wohnungsbau
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1604 Ins Pfarreigebäude
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1603 Bern-Brünnen Städte-/Wohnungsbau
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1602 Bülach Werkhof
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1601 Zürich-Freilager Schulanlage
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1511 Zug Schulanlage
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1510 Meilen Gerichtsgebäude
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1509 Sissach Werkhof
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1508 Thun-Schoren Krematorium
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1507 Rüti Mehrzwecksaal
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1506 Wollerau Schulanlage
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1505 Azmoos Schulhaus
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1504 Raron Ringkuhkampfarena
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1503 Speicher Arealentwicklung
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1502 Meisterschwanden Werkhof
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1501 Köniz Schulanlage